Dynamik – Kraft – Ausgeglichenheit

 

 

Merkmale, die die Maremmapferde besonders auszeichnen.

Der Ursprung der Pferderasse liegt in Mittelitalien und umfasst die Maremma der Toskana und des Lazio und reicht auf die Zeit der antiken Etrusker zurück.

Die Maremma erstreckt sich ab ca. Livornos bis unterhalb von Rom, dem sogenannten Agro Pontino.

Maremmapferde sind robuste, arbeitswillige Pferde, die verschiedensten klimatischen Ansprüchen mit Leichtigkeit gerecht werden.

Da die Maremma bis zur Bonifikation ein sehr lebensfeindliches Sumpfgebiet war, in dem die Pferde in großen Herden überlebten und großer Hitze, Malaria und etlichen Widrigkeiten trotzen mussten, fand eine natürliche Auslese statt, die es nur den Stärksten ermöglichte zu überleben und uns heute extrem widerstandsfähige Pferde beschert.

Mit ihrem starken aber sehr großzügigen Charakter eignen sie sich bestens für einen vielfältigen Einsatz. Die in der Toskana kleiner gezüchteten Maremmapferde sind ideal für Ritte in der sogenannten „macchia“, unwegsamem Buschland im Herzen der Maremma.

Sanftmütig und gefestigt im Charakter, nervenstark und mutig sind sie hervorragende Freizeitpferde, sehr zuverlässig im Gelände und trittsicher und deshalb sowohl für Experten als auch für weniger erfahrene Reiter sichere und verlässliche Begleiter.

In der Disziplin der Working Equitation fühlen sich diese Pferde von Grund auf zuhause, da für ihre tägliche Arbeit mit dem “Buttero” die im Arbeitsreiten abgefragten Übungen zur Basisausbildung gehören. Somit findet auch jeder ambitionierte Freizeitreiter in unseren Pferden einen tollen Begleiter.

Die Fellfärbung ist allgemein dunkel, reicht von braun über dunkelbraun bis schwarz. Schimmel sind nicht zugelassen, Füchse nur in den Stuten erlaubt, allerdings unerwünscht. Allzu deutliche Abzeichen sind nicht erwünscht ebenso wenig wie große Blessen.

Ihre Größe liegt, je nach Zuchtlinie zwischen 160 cm bis 175 cm, die moderneren Linien sind eher größer.

Die Maremmapferde verfügen über einen leichten bis mittelstarken Ramskopf mit ausgeprägten Ganaschen, die Augen sind freundlich und klar. Starke Schultern, kurzer Rücken und eine ausgeprägte Nierenpartie gehen in eine gut bemuskelte und leicht abfallende Kruppe über, der Schweifansatz ist tief, die Mähnen- und Schweifhaare sind dicht. Die Brust ist groß und muskulös, der Brustumfang bedeutend. Maremmapferde verfügen über starke, gut strukturierte, große Hufe, typisch ist die Behaarung am Fesselgelenk, das Bein präsentiert sich gut proportioniert zum Pferdekörper, mit gut ausgeprägter Hankenbeugung. Der Bewegungsablauf ist harmonisch, die Haltung ist ausdrucksvoll und stolz.

Die Rasse der Maremmapferde reicht bis zur Zeit der Etrusker zurück und der Einfluss fremder Rassen, wie zum Beispiel der Verwendung des Vollblüters ist verschwindend gering, das Maremmapferd darf also als eine Urrasse bezeichnet werden. Auch heute wird sehr viel Wert darauf gelegt, die Ursprünglichkeit der Pferde zu erhalten.